2.6. Rollsport

Charakteristik und Disziplinen

Rollsport umfaßt all jene Sportarten, die unter Verwendung von rollbaren „Untersätzen“ ähnliche Fortbewegungen und Bewegungsdarstellungen ermöglichen, wie es das Gleiten auf Eis, Schnee oder Wasser erlaubt.

Rollschuhlaufen ist eine Beschäftigung, der man bis ins hohe Alter nachgehen kann. Die Trainingseffekte sind mit denen des Joggens vergleichbar.

Traditionelle Rollsportdisziplinen sind Rollschnellauf, Rollkunstlauf und Rolltanz sowie Rollhockey (olympische Demonstrationssportart 1992). Noch keine internationale Bedeutung hat das Skaterhockey (verwendete Schläger und Spielregeln vom Eishockey übernommen), ebenso wie Rollhockey von Damen und Herren betrieben. Eine nicht unwesentliche Bedeutung haben Rollsportdisziplinen auch als spezielle Trainingsmittel der verwandten Wintersportarten Eishockey, Eisschnellauf, Eiskunstlauf und Eistanz.

Zunehmende Attraktivität erfreute sich in den letzten Jahren das Rollen auf einem Brett, dem Surfen ähnlich - Skateboarding - mittlerweile zum Volks- wie auch Profisport avanciert.

Jüngste Entwicklung stellt der Rollerblade (oder auch Inline-Rollschuh) dar, ein dem Schlittschuh nachempfundener Rollschuh mit schmalen, einspurigen Rollen.

Voraussetzung für das Betreiben des Rollsports sind möglichst glatte Rollbahnen bzw. -flächen aus Beton, Asphalt, Terrazzo, Holz oder Kunststoffbelag. Für das Skateboarding sind ganze Parks mit künstlichem Terrain aus Beton und/oder Holz angelegt worden.

Je nach Disziplin erfordert und entwickelt der Rollsport insbesondere Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer (Rollschnellauf); Bewegungspräzision, Eleganz, Gleichgewichts- und Rhythmusgefühl sowie ästhetisch-choreografische Fähigkeiten gepaart mit akrobatischem Geschick. (Rollkunstlauf, Rolltanz); Gewandtheit, Reaktionsschnelligkeit, spieltaktische Fähigkeiten und Teamgeist (Rollhockey, Skaterhockey); Mut, Kreativität und artistische Körperbeherrschung (Skateboarding).

Der Deutsche Rollsportbund (1910 als Bund Deutscher Rollschuhvereine gegründet) ist die Dachorganisation aller Rollsportler in Deutschland, seit 1977 auch für Skateboarding.

Die Federation Internationale de Rollerskating (FIRS) vereinigt Rollsportler aus 5 Kontinenten.

Internationaler Dachverband der Skateboarder ist die European Skateboard Federation (ESF).

ROLLSPORT

ROLLSCHUHE ROLLBRETT

- Freestyle

- Rollschnellauf - Streetstyle

- Rollkunstlauf - Halfpipe

- Rolltanz - Hochsprung

- Rollhockey - Weitsprung

- Skaterhockey - Parallelslalom

INLINE-ROLLSCHUHE

- Rollschnellauf

Ursprung, Geschichte

Rollsport entwickelte sich aus der Freizeitbetätigung des Rollschuhlaufens um 1800. Voraussetzung war die Erfindung der Rollschuhe

1760 - durch den Belgier Merlin

1807 - erste Rollschuhbahn in den USA

1863 - Konstruktion verbesserter Schuhe durch Plympton (USA)

1884 - Entwicklung von Kugellagern als Voraussetzung für die schnelle Popularisierung des Rollsports

um 1900 - Verbreitung des Rollhockeys von England aus

1911/1924 - erste Deutsche Meisterschaften Herren/Damen, Paarlauf

1924 - Internationale Rollsportförderation (Federation Internationale de Roller-Skating, FIRS) gegründet

1925 - erste EM im Rollhockey

1929 - erste EM im Rollkunstlauf, Pflichtfiguren des Eiskunstlaufes übernommen

1936 - erste Weltmeisterschaft im Rollsport

Anfang der 60er Jahre - Experimente mit Rollbrettern durch Surfer in Kalifornien

1964 - Beginn der Skateboardproduktion in den USA

1965 - erste Internationale Skateboardmeisterschaft (Freestyle, Slalom)

Mitte der 70er Jahre - Verbreitung des Skateboarding in Europa

1977 - erste Deutsche Meisterschaft, erster Europacup im Skateboarding

Wettbewerb, Regeln, Technik/Taktik

In allen Rollsportdisziplinen sucht man gegenwärtig noch nach neuen, attraktiven Wettbewerben und objektiveren Wettkampfregeln.

Rollschnellauf

Wettkämpfe finden auf Straßen (auch auf Parkplätzen) mit Rundenlängen von 300 bis 1000 m sowie auf Bahnen (mit und ohne überhöhten Kurven) mit Rundenlängen zwischen 168 und 400 m statt.

Für Schüler- und Jugendwettkämpfe genügen Wettkampfanlagen mit den Maßen: 20 X 40 m (Rundenlänge 74 m) bzw. 30 X 60 m (Rundenlänge 125 m).

Die Wettlaufordnung des Deutschen Rollsportbundes sieht Wettbewerbe für Schüler-, Jugend-, Meister- und Seniorenklassen über jeweils unterschiedliche Streckenlängen vor.

@International übliche Distanzen sind:

Damen: 300, 500, 3000, 5000, 10 000 m Herren: 300, 500, 1000, 5000, 10000, 20 000 m

Es werden aber auch Wettbewerbe über 100 km und mehr durchgeführt.

Erstmalig bei der WM 1992 sind die Wettbewerbe über 300 m, 10 000 m (Damen) und 20 000 m (Herren) offen für zwei- und einspurige (inline) Rollschuhe ausgeschrieben. Die Wettkampfstrecken über 21 km (Damen) und 42 km (Herren) nur für Inline-Rollschuhe werden als neue WM-Disziplinen erprobt.

Besonderheiten des Wettkampfmodus:

Sprintstrecken werden gegen die Uhr gefahren, oftmals auch im K.o.-System ausgetragen. Mittel- und Langstreckenrennen erfolgen mit Massenstart. Es gibt Staffel- und Mannschaftswettbewerbe (gegen die Uhr bzw. Verfolgungsrennen zweier Mannschaften auf der Bahn) Sieger werden auf den Einzelstrecken ermittelt, eine Mehrkampfwertung existiert (noch) nicht.

Technik

Bedingt durch den Funktionsmechanismus der (zweispurigen) Rollschuhe mit lenkbaren Achsen weicht die Technik des Rollschnellaufens vom Eisschnellaufen z. T. deutlich ab.

Markante Technikmerkmale des Laufens auf der Geraden:

- leicht nach vorn geneigte Oberkörperhaltung,

- Grundhaltung leichte Hocke mit Verlagerung des Gewichts auf die Ferse,

- Abstoß aus starker Kniegelenksbeuge nach hinten seitwärts (der Rollschuh beschreibt eine nach außen verlaufende Kurve), ähnlich wie beim Schrittsprung, in eine Flugphase (bis zu 3m Weite) übergehend,

- erneutes Aufsetzen zuerst mit der Ferse,

- Arme pendeln neben dem Körper.

Weitere spezifische Techniken des Rollschnellaufens:

Starttechniken

- Geradeausstart: Stellung frontal zur Laufrichtung,

- Seitlicher Start: Stellung quer zur Laufrichtung.

Kurventechniken

- Übersetzen (in Linkskurve rechter Fuß über linken, in Rechtskurve linker Fuß über rechten),

- bei engen Kurven beide Füße auf Boden, kurveninnerer Fuß und kurveninnere Schulter vorn, tiefe Hocke, Hüfte in Kurve schieben, Oberkörper leicht der Kurve abgewandt.

Bremstechniken (Rollschnellaufschuhe haben keine Stopper)

- beidbeiniges Fahren vieler kleiner Bögen, äußerer Fuß stemmt nach außen,

- einbeiniges Fahren, die Rollen des quergestellten Fußes werden auf dem Boden hinterhergeschleift.

Rollkunstlauf/Rolltanz

Trainings- und Wettkampfflächen sollten mindestens 40 X 20 m groß und möglichst überdacht sein. Internationale Wettkämpfe (WM und EM im 2-Jahresrhythmus) finden in Hallen mit Laufflächen von bis zu 60 X 30 m statt. Das Wettkampfsystem (in Deutschland) sieht altersunabhängig Startmöglichkeiten entsprechend der Leistungsfähigkeit in Anfänger-, Neulings-, Aufstiegs-, Junioren-, und Meisterklasse vor. Neben den internationalen Disziplinen steht der Gruppenlauf (4 Läuferinnen) im nationalen Wettkampfkalender.

Internationales Wettkampfprogramm:

Herren und Damen

- Pflichtfiguren (4), Kurzprogramm (Pflichtelemente beliebig nach Musik gestaltet, 2 Minuten) und Kür (4 bzw. 5 Minuten).

- Kunstlaufpaare

- Kurzprogramm (2 Minuten) und Kür (5 Minuten).

Tanzpaare

- Pflichttänze (3- mit vorgeschriebener Schrittfolge und Musik), Spurenbildtanz (festgelegter Rhythmus, freie Musikwahl, mehrfache Wiederholung des Spurenbildes - nur in der höchsten Startklasse gefordert) und Kür (3 1/2 Minuten).

Besonderheit des Rolltanzes im Unterschied zum Rollkunstlauf der Paare:

- Tanzsprünge dürfen nicht gleichzeitig ausgeführt werden,

- bei Tanzhebungen darf der Partner seine Hände nicht höher als bis zur Taille führen,

- eine Trennung des Paares ist nur bis zu 5 Sekunden erlaubt,

- Pirouetten dürfen nicht mehr als 3 Umdrehungen aufweisen.

Die Beurteilung der Leistung wird durch 5 bis 9 Wertungsrichter vorgenommen. Die Notenskala mit Zehnteleinteilung reicht neuerdings von 0 bis 10.

Wertungskriterien der Pflichtfiguren sind:

- genaue Deckung der (vorgezeichneten) Spur,

- gleichmäßiger Bewegungsfluß,

- exakte, kantenreine Drehungen,

- ästhetische Körperhaltung.

Die Pflichttänze (1992 verbindlich: Starlightwalzer, Italienischer Foxtrott, Icelandtango), schätzt man nach den Wertungskriterien:

- Ausdruck,

- Takt,

- Stil,

- Genauigkeit ein.

Die Kurzprogramme, der Spurenbildtanz (1992 verbindlich: Tango) und Kürvorträge werden mit einer A-Note (für die Schwierigkeit und technische Ausführung) und einer B-Note (für den künstlerischen Eindruck, d.h. die Umsetzung der Musik in der Bewegung, Bahnausnutzung und Raumaufteilung sowie Originalität der Choreographie) mit jeweils maximal 10 Punkten bewertet.

Sieger und Platzierten werden mit Hilfe eines der kompliziertesten Berechnungsverfahren, die es im Sport überhaupt gibt, ermittelt.

- Die Noten für jede Pflichtfigur werden zur Gesamtpunktzahl der Pflicht summiert.

- In den anderen Teildisziplinen werden A- und B-Noten jedes Kampfrichters addiert.

- Das erreichte Punktergebnis in den Teildisziplinen geht mit unterschiedlicher Wichte in das Gesamtergebnis ein. Pflichtfiguren und Pflichttänze: 30 % Kurzprogramm Damen/Herren: 20 % , Paare: 25 % Spurenbildtanz: 20 % Kür Damen/Herren/Tanzpaare: 50 % Kür Paare: 75 %

- Titel werden nicht nur für die Kombinationswertung sondern auch für jede Teildisziplin vergeben.

- Für die Rangfolge ist die erreichte Gesamtpunktzahl nur sekundär von Bedeutung. Man bildet sogenannte Vergleichszahlen (unmittelbarer Vergleich aller Läufer untereinander), in denen die Majorität der von jedem einzelnen Kampfrichter aufgrund seiner Wertung vergebenen Plätze zum Ausdruck kommt. Aus den Vergleichszahlen werden ähnlich der Punkttabelle im Fußball sogenannte Verhältniszahlen ermittelt. Sieger ist, wer die höchste Verhältniszahl erhält.

Technik

Im Rollkunstlauf existieren 69 verschiedene Pflichtfiguren, unterschiedlichster Schwierigkeit, die sich aus den elementaren Bewegungsarten

- Vorwärtslaufen auf der Einwärts- bzw. Auswärtskante und

- Rückwärtslaufen auf der Einwärts- bzw Auswärtskante in Form von Drehungen, Bögen und Schlingen zusammensetzen.

Kürlaufelemente unterteilt man in:

- Sprünge und Sprungkombinationen,

- Geworfene Sprünge des Paarlaufens,

- Schritte und Schrittfolgen,

- Hebungen und Hebefiguren,

- Pirouetten,

- Spiralen.

Rollhockey

Ein Wettspielbetrieb existiert in verschiedenen Altersklassen (Schüler, Jugend, Erwachsene) auf regionalen und nationalen Ebenen. Europa- und Weltmeisterschaften werden alle 2 Jahre, allerdings bisher nur für Herren ausgetragen.

Das Spielfeld mißt 40 bis 50 X 20 bis 25 m und wird von einer 1 m hohen Bande begrenzt. Die Tore sind 1,55 m hoch und 1,05 m breit. Gespielt wird mit einem Hartgummiball (Umfang 23 cm, Masse 155 g). Die aus Holz oder Kunststoff gefertigten Schläger sind 90 bis 115 cm lang. Zur Schutzausrüstung der Spieler gehören Knie- und Schienbeinschützer, Tiefschutz und Handschuhe. Der Torwart benötigt eine noch aufwendigere Ausrüstung, u.a. eine Gesichtsmaske, Ellenbogen- und Schulterschutz.

Wichtige Regeln:

Zu einer Mannschaft gehören 4 Feldspieler, 1 Torwart, 2 Auswechselspieler und 1 Reservetorwart.

Die effektive Spielzeit beträgt 2 X 25 (bei Turnierspielen 2 X 20) Minuten. 1 Schiedsrichter, assistiert von 2 Torrichtern und 1 Zeitnehmer, sorgt für die Einhaltung der Spielregeln.

- Der Ball darf nur mit der flachen Seite des Schlägers gespielt werden, zulässige Ballhöhe ist 1,5 m.

- Den Feldspielern ist das Anhalten, Stoppen und Spielen des Balles mit der Hand verboten, das Berühren mit Fuß und Unterschenkel ist nur außerhalb des Strafraumes erlaubt.

- Das Spiel beginnt (1. und 2. Halbzeit, sowie nach einem Tor) mit Bully in der Spielfeldmitte. Fortsetzung von Spielunterbrechungen mit Bully am Ort der Unterbrechung oder mit Freischlag (außer bei Unterbrechung im Strafraum oder hinter dem Tor - Ausführung des Bully von der nächstgelegenen Strafraumecke aus).

Unfaire Handlungen und Regelverstöße werden geahndet mit:

- Spielzeitstrafen von 2 bis 5 Minuten,

- Spielerherausstellung,

- direktem Freischlag (5 m Ballabstand des Gegners, Tor ohne weitere Spielerberührung gültig),

- indirektem Freischlag (3 m Ballabstand des Gegners, Tor nur gültig, wenn Ballberührung durch andere Spieler),

- Penalty (Strafstoß vom 5,6 m-Punkt aus dem Stand direkt auf gegnerisches Tor).

Ein Tor wird nur dann gültig gegeben, wenn der Ball aus der Spielfeldhälfte zwischen Mittellinie und Tor des Gegners gespielt wurde.

Auswechslungen sind wie im Eishockey „fliegend“ möglich.

Wesentliche technische Elemente:

- Start (meist über Stopper),

- Ballführen (ein-/ beidhändig, kurz/lang, im Vorwärts-/ Rückwärtslauf),

- Überwinden von Hindernissen,

- Ballannahme / Ballabgabe,

- Torschuß (Vorhand, Rückhand, Schlenzschuß, Schlagschuß),

- Stoppen.

Taktik:

Angriff

- Dreiecksystem (1 Verteidiger, 2 Stürmer in der gegnerischen Spielhälfte, 1 Verteidiger in der Nähe des eigenen Tores)

- Vierecksystem (alle Feldspieler am Angriff beteiligt)

Verteidigung:

- Manndeckung

- Raumdeckung

Skateboarding

Ein mit anderen Sportarten vegleichbares verbindliches Wettkampfsystem mit langfristig festgelegten Wettkampfdisziplinen und ein allgemein gültiges Reglement existiert (noch) nicht.

Wettkämpfe werden in den Leistungsklassen A (Profis, gesponsorte Fahrer), B (Fortgeschrittene) und C (Anfänger bis 12 Jahre) ausgerichtet.

Während die mehr fahrtechnischen Disziplinen wie Abfahrt, Riesenslalom, und Slalom (Streckenlänge 30 bis 100 m, Start von einer Rampe mit bis zu 20 % Gefälle) sowie Weit- und Hochsprung (maximale Anfahrt 20 m, je Höhe/ Weite 3 Versuche) anscheinend aus der Mode kommen, deutet sich ein Trend zu den mehr akrobatischen Disziplinen wie Freestyle, Streetstyle und Halfpipe (seit 1988 auch Miniramp) an.

Zur Bewertung in den letztgenannten Disziplinen werden mit Hilfe einer 100-Punkteskala 2 Noten vergeben:

1. Note - Schwierigkeitsgrad der Tricks,

2. Note - Gesamteindruck, Raumaufteilung, Stil, Kreativität, Ausgewogenheit, Sicherheit und Radikalität sowie im Freestyle Musik.

Für die einzelnen Disziplinen werden 75 bis 120 cm lange und 15 bis 20 cm breite Boards aus Holz, Fieberglas oder Metall verwendet, an deren Unterseite 4 leichlaufende Rollen an 2 steuerbaren und federnd gelagerten Achsen angebracht sind. Zur notwendigen Schutzausrüstung gehören: Knie- und Ellenbogenschützer, Helm, festes Schuhwerk und Handschuhe

Freestyle

Freestyle ist die älteste Wettkampfdisziplin und besteht aus künstlerisch-tänzerischem Fahren mit abgestimmten Tricks (auf Stelle oder während der Fahrt ausgeführt) auf einer ca 20 X 20 m großen Fläche. Die Kür dauert im allgemeinen 90 bis 120 Sekunden und wird von Musik (zur psychischen Stimulanz des Akteurs aber auch des Publikums) begleitet.

Zu den geläufigen Freestyletricks gehören:

- Sprünge mit (durch Hand oder Fuß eingeleitete) Drehung des Boards um dessen

- Längenachse,

- Tiefenachse und

- Breitenachse

- ausbalanciertes Fahren auf einer Achse,

- Fahren im Handstand,

- Balance- und Gleichgewichtsposen.

Streetstyle

Diese Disziplin ist die ursprünglichste Form des Skateboarding.

Wettkämpfe werden erst seit 1984 organisiert. Sie haben den Charakter einer Kür und bestehen aus Parcours über kleine Rampen und Hindernisse, die fahrend, balancierend und springend überwunden werden können. Die zur Verfügung stehende Zeit beträgt 90 Sekunden.

Grundlegende Technik ist der Streetolly (Anfahren, Gleichgewichtsverlagerung nach hinten, Aufrichten des Boards und mit Nachvorndrücken der Brettspitze Absprung, Flug und Landung - ohne Fußkontakt zum Brett zu verlieren).

Halfpipe

Die „halbe Röhre“ hat einen etwa 3 m langen Flachboden, der mit einem Mindestradius von 3 m in die Seitenwände übergeht. Die vertikalen Enden der Seitenwände sind 20 bis 40 cm lang und werden von einem Rohr begrenzt. Dahinter befindet sich eine Standplattform mit einer Mindestbreite von 1 m. Die Rollfläche ist 6 bis 12 m breit.

Wettkämpfe gibt es seit 1982. Die Übungsdauer beträgt 45 Sekunden.

Grundlegende Technik ist das Hin- und Herfahren, mit der man Schwung holt und die Amplitude vergrößert.

Die vielfältigen Tricks werden aus dem Vorwärts- und Rückwärtsanfahren heraus ausgeführt. Man kann sie 3 Gruppen zuordnen.

- Tricks an der Kante (Liptricks),

- Tricks über der Kante (Airs),

- Einarmige Handstände (Handplants).

Miniramp

Das ist eine kleine Halfpipe, die ursprünglich zu Übungszwecken entwickelt wurde. Sie ist weniger aufwendig und besonders für Anfänger geeignet. Im Kommen ist auch als Wettkampfdisziplin Doppelminiramp (2 hintereinander gestellte Miniramps) .

Anschrift der Verbände

Deutscher Rollsport-Bund

Geschäftsstelle:

Thomas-Mann-Str. 6c

60439 Frankfurt 50

Tel.: 069/58 10 84

Fax: 0 69/57 25 07

Fédération Internationale de Roller-Skating (FIRS)

c/o Roberto Marotta

Via Rocca di Corno, 49

I-67100 L' Aquila

Italien

Tel.: 0 03 98 62/2 23 37

Fax: 0 03 98 62/2 35 50

Weiterführende Literatur:

(siehe auch neue Literaturhinweise im IAT-Literaturservice)

Rollschuhlaufen für Anfänger und Fortgeschrittene, Heyne-Verlag, München, 1980.

Deutsche Sport- und Wettlauf Ordnung für Rollkunstlauf (WOK), 1985.

Deutscher Rollsportverband der DDR: Rollsport Anleitung für den Übungsleiter, 1988.

Böhm, F. Rieger, M.: Skateboard, Falken Verlag, Niederhausen, 1990.

Mokulys, G.: Streetstyle Skateboard Book, Monster Verlag, Münster.

Mokulys, G.: Freestyle Skateboard Book, Monster Verlag, Münster.

Van Doren, M. Pramann, U.: Faszination Skateboarding, Heyne-Verlag, München, 1991.

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