1.25. Schwimmen

Idee und Werte

Schwimmen als Fortbewegen im Wasser gehört zu den grundlegenden Bewegungsformen und wird bereits im Kindesalter spielend erlernt. Es ist ein populärer Wettkampf- und Freizeitsport für Menschen aller Altersgruppen. Der hohe Gesundheitswert ergibt sich aus dem Milieuwechsel und der großen biologischen Wirksamkeit des Aufenthaltes im Wasser. Für heiltherapeutische Zwecke werden z. B. die Einflüsse des Kältereizes, der Entlastung des Stützapparates sowie des Wasserdrucks auf die Steigerung wichtiger Lebensfunktionen genutzt.

Geschichte und Verbreitung

Antike Völker übten das Schwimmen als Brauchkunst aus.

1538 - erstes Schwimm-Lehrbuch der Welt

1878 - erster deutscher Schwimmverein „Neptun“ Berlin

1886 - Gründung des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV)

1896 - Schwimmen im Olympischen Programm

1908 - Gründung des Weltschwimmverbandes (FINA)*

126 Länder aus allen Erdteilen sind Mitglied der FINA.

Äußere Bedingungen

Entsprechend den FINA-Regeln finden offizielle Wettkämpfe im Sportschwimmen in 25m- und 50m-Becken mit einer Mindestbreite von 21 m, einer gleichmäßigen Wassertiefe von 1,80-2,50 m, auf 8 durch Leinen begrenzten Bahnen (Breite 2,50 m) und bei einer Wassertemperatur von mindestens + 25 Grad Celsius statt. Der Start erfolgt außer im Rückenschwimmen und bei Lagen-Staffeln durch Sprung vom Startblock (50 x 50 cm Auftrittsfläche, 75 cm über der Wasseroberfläche) und endet mit dem Anschlag (Anschlagplatten 2,45 x 1,10 m für elektronische Zeitmessung). Für den Rückenstart sind Griffe 45 cm über der Wasseroberfläche angebracht.

Wettbewerbe

Schwimmwettkämpfe werden als Einzel- und Staffelwettbewerbe für Damen und Herren in 32 olympischen und Weltmeisterschaftsdisziplinen durchgeführt: In den Sportschwimmarten Brustschwimmen (B), Schmetterlingsschwimmen (S) und Rückenschwimmen (R) über 100 und 200 m, im Freistilschwimmen (F) - hier findet das Kraulschwimmen als schnellste Bewegungsform Anwendung - über 50, 100, 200, 400, 800 (nur Damen) und 1500 m (nur Herren), Lagenschwimmen (L) über 200 und 400 m und in Staffeln über 4 x 100 m F (Damen und Herren), 4 x 200 m F (nur Herren) und 4 x 100 m Lagen (Damen und Herren). Im Lagenschwimmen ist die Reihenfolge der 4 Schwimmarten S, R, B, F und in der Lagenstaffel R, B, S, F.

Regeln/Technik

Die Regeln der FINA legen für die Ausführung von Start, Wenden, Schwimmart, Staffelablösung und Anschlag Bestimmungen fest. Sie wurden 1986 aktualisiert. Entsprechend der technischen Ausführung von Arm- und Beinarbeit werden das Kraul- und Rückenschwimmen als Wechselschlagschwimmarten und Brust- und Schmetterlingsschwimmen als Gleichschlagschwimmarten bezeichnet. Neben dem konventionellen Streckstart vom Startblock werden Hock-und Bückstart angewendet. Beim Greifstart erfolgt in der Ausgangsstellung der Griff der Hände an die vordere Startblockkante.

Literatur

(siehe auch neue Literaturhinweise im IAT-Literaturservice)

Schramm, E.: Sportschwimmen. Berlin 1987 (Sportverlag).

Wilkie, D./Duba, K.: The Handbook of Swimming. London 1986 (Pelham Books).

ZZZ: Schwimmsport-Praxis. Reinbek bei Hamburg 1988 (Rowohlt-Verlag).


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