Olympia

Geschichte

In der 104-jährigen Geschichte der neuzeitlichen Olympischen Spiele haben sich feste Traditionen entwickelt.

Die älteste ist die Eröffnungsfeier. Im Jahr 1896 in Athen begnügte man sich mit dem, was in den Olympischen Regeln damals vorgesehen war: Einmarsch der Athleten, Eröffnungsformel, Gelöbnis. Insgesamt nahmen nur 295 Sportler teil – weniger als in diesem Jahr Goldmedaillen gewinnen werden.

Die letzte Eröffnungsfeier 1996 in Atlanta verfolgten geschätzte 3,5 Milliarden Menschen am Fernsehschirm. Viele waren zu Tränen gerührt, als der Parkinson-kranke Muhammad Ali die letzten Stufen mit der Fackel erklomm und das olympische Feuer entzündete.

Das Eröffnungsspektakel in diesem Jahr soll drei bis vier Stunden dauern. Darin wird sich die Gastgeberin Sydney mit ihrer Kultur vorstellen. Insbesondere wird erwartet, dass sie Toleranz und Respekt vor Mensch und Natur hervorheben wird.

Die Schlussfeier wird einen eher ausgelassenen Charakter haben. Die gastgebende Stadt präsentiert sich ein letztes Mal der olympischen Welt.

Seit den Olympischen Spielen 1956 feiern die Sportler eine große Party, marschieren nicht mehr nach Nationen geordnet, sondern tanzen wie eine einzige Mannschaft durch das Olympiastadion. Damals, 1956, verabschiedeten sie sich von Melbourne, Australien.

Die fünf Ringe (blau, schwarz, rot, gelb und grün) auf der olympischen Flagge sollen die fünf Kontinente repräsentieren. Die Flagge begleitete die Spiele zum ersten Mal 1920 in Antwerpen, Belgien. Genau diese Flagge hielt bis zu den Spielen in Los Angeles 1984. Erst danach wurde sie durch eine neue ersetzt. Am Ende der Schlussfeier wird sie Sydneys Bürgermeister Frank Sartor an den Bürgermeister der nächsten Olympiastadt Athen, Dimitris Avramopoulos, übergeben. Der hebt sie bis zur Eröffnungsfeier im Rathaus auf.

Das Olympische Gelöbnis, auch Eid genannt, wird von einem Sportler des gastgebenden Landes gesprochen und hat den folgenden Wortlaut: „Im Namen aller Teilnehmer verspreche ich, dass wir uns bei den Olympischen Spielen als loyale Wettkämpfer erweisen, ihre Regeln achten und teilnehmen im ritterlichen Geist zum Ruhme des Sports und zur Ehre unserer Mannschaften.“

 

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